Pein
Ich bat um Zeichen und Antworten und bekam sie heute recht deutlich geschickt. Seit Tagen begegnen mir die Themen Liebe, Selbstliebe, Anpassungsfähigkeit und Heilung. Wiederholende Begegnungen mit Geckos, die hier zwar keine Seltenheit sind, jedoch ihre auffällige Weise, wie sie sich mir immer wieder direkt vor die Nase und zwischen meine Hände platzierten, weckte meine Aufmerksamkeit. An Botschaften hat der Gecko viele, mit der Anpassungsfähigkeit und der Heilung ging ich in Resonanz. Gestern verband mich mit dem Gecko und bat um seine Nachricht an mich. Heute Nacht in der Traumwelt wurde sie mir präsentiert.
Etliche Hinweise der Liebe und Selbstliebe erhielt ich in den letzten Tagen immer wieder in Form von Texten, Gesprächen und gestern direkt von einer Menschenbegegnung in Form von Orakelkarten, die er mit diversen anderen Sachen hatte auf den Tisch gelegt. Er reichte sie mir, doch ich fühlte mich bereits auch ohne diese Geste von den Karten angezogen. Ich mischte sie lange, bis die zwei Karten hintereinander platziert waren und aus dem Kartenset herausfielen, die die Fügung hatte für mich bestimmt. Die eine Karte sprach von Liebe und welchen Weg ich gehen möchte, um mein heilsames Ziel erreichen zu können. Die andere Karte sprach von Rückzug, da mein bisheriger Weg nicht zum Ziel geführt hat und ich nun alles, was mir nicht dient erkennen und zurücklassen darf. Gleichzeitig erhielt ich eine Einladung in Worten ausgesprochen, mich mit meiner Selbstliebe zu beschäftigen.
Der Traum, er offenbarte mir mein bisheriges Handeln, dass aus dem Mangel heraus geboren war und wenig mit Selbstliebe zu tun hatte. Ich tat um zu gefallen, um Liebe und Wert von anderen zu erhalten und erfahren, da ich es mir selbst nicht schenkte. Ich handelte gegen meine innere Stimme, überhörte das Nein, das in mir schrie. Ich setzte mich immer wieder ins Flammenmeer und wunderte mich mal um mal, dass ich verbrannte. Ich ging in meinem Leben immer wieder über meine eigenen Grenzen, ein Gefühl von Erniedrigung und Pein breitete sich in mir aus, nachdem ich aufgewacht und mitten in der Rückschau auf den Traum und die Parallelen zu meinem Leben war. Denn ich erkannte, dass das was mir im Traum begegnete meine regelmäßige Handlungsweise im Wachzustand war. Ich erniedrigte mich selbst, war meine eigene Peinigerin. Ich tat immer wieder Dinge, die ich offensichtlich nicht wollte, die Körpersignale waren häufig völlig klar, doch aus Angst Nein zu sagen, aus Angst wie meine Gegenüber auf mein Nein reagieren könnte, sagte ich Ja. Gefühle von Schuld und Scham finde ich heute in mir, ich hatte meine Grenzen völlig ignoriert. Schuld und Scham, wer weiß, wo sie ihren Ursprung fanden, sie wollen nun gefühlt werden, damit ich sie Stück für Stück auflösen kann.
Was war ich bereit zu tun, um anderen zu gefallen? Um ein Scheinbild von mir zu errichten, aus dem Mangel heraus geliebt zu werden. Dieser Traum schrie förmlich nach Selbstliebe, die ich mir schenken darf, er schrie nach meinem Selbstwert, den ich in anderen Menschen vergeblich suchte und erhoffte, dass sie meinen Wert erkennen, den ich selber nicht sah. Um diesen Selbstwert von ihnen zu erhalten, bin ich zu vielem bereit gewesen hinzunehmen und aufzugeben. Das hat mir dieser Spiegel in Traumform auf eine sehr eindringliche Weise offenbart und all das wirkt eindrücklich in mir nach.
Dieser Traum sprach von der Anpassungsfähigkeit und das ich sie bisher auf sehr ungesunde Weise lebte. Ich passte mich immer an, ordnete mich unter, um dafür geliebt zu werden, wer ich dachte, dass mein Gegenüber möchte, wie ich bin. Die Anpassungsfähigkeit ist eine Gabe, wenn sie in Balance gelebt wird. Die Anpassungsfähigkeit, sie darf nicht zu meinen Lasten gehen, sondern sie darf mein Schatz werden, den ich nun bergen kann. Das lösen von Herausforderungen durch Anpassungsfähigkeit und das Einfühlen in Menschen, um zu erspüren, was sie brauchen, um ihnen auf ihrem Entwicklungsweg zu helfen empfinde ich als meine persönlichen Schätze, die ich daraus bergen darf. Die helfende Hand, die ich schon erproben durfte, sie gelingt in der Anpassung an mein Gegenüber, durch erspüren seines Wesens, um Vertrauen zu gewinnen, um die Worte sagen zu können, damit ein sich öffnen möglich wird.
Meine Heilung kann geschehen, wenn ich aufhöre mich unter meinem Wert zu verscherbeln, wenn ich aufhöre aus dem Mangel heraus zu handeln. Heilung kann geschehen, wenn ich mich selbst liebe, in all meinen Facetten und in allem was und wie ich bin.




Danke, für all deine Einladungen, in den Spiegel zu schauen.